Berufsverband Forum Downloads Kontakt Login English

Jour Fixe Berlin


Jour Fixe Berlin -SHOT IN THE DARK- Filmvorführung mit Werkstattgespräch

„WIE GROSSARTIG LICHT IST, VERSTEHST DU ERST, WENN DU ERBLINDET BIST.“

Sonia Soberats, Fotografin, New York

Der kommende Jour Fixe in Berlin findet am Dienstag, 28. März, 19 Uhr im Eiszeit-Kino in Berlin-Kreuzberg statt. Auf dem Programm steht die Sondervorführung des außergewöhnlich eindrucksvollen Dokumentarfilms über das Licht „Shot in the Dark“, von Frank Amann BVK (DoP und Regie)

„Eine ganz neue Seherfahrung, sowohl was den Film betrifft, der ein visuelles Kunstwerk ist, als auch die Bildwerke selbst – so etwas habe ich noch nie gesehen.“
Knut Elstermann - RBB

Durch Zufall stößt der Regisseur und DoP Frank Amann BVK auf den Ausstellungskatalog Sight Unseen im California Museum of Photography, in der die Fotografien von fünfzehn blinden KünstlerInnen gezeigt werden. Während einer Drehreise in die USA beschließt er, zwei dieser KünstlerInnen aufzusuchen und erhält Einblick in ihre faszinierenden Werke. Über die Frage, woher diese blinden KünstlerInnen trotz aller physiologischen Hindernisse die Lust, Energie und das Durchhaltevermögen nehmen, ihre Kunst weiterzuentwickeln entstand dieses intime einzigartige Porträt, eine Hommage an das Licht, die den Zusammenhang zwischen visueller Ästhetik und optischer Wahrnehmung hinterfragt.

Der Film porträtiert die drei blinden amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern Sonia Soberats, Bruce Hall und Pete Eckert, deren fotografische Arbeiten durch die Ausstellung "Sight-Unseen" bekannt geworden sind. Shot In The Dark zeigt in kleinen, biographischen Szenen seiner FotografInnen die Erschaffung von Kunst und ihren grausamen Ursprung auf, findet Bilder für das Abgeschnittensein der Wahrnehmung vom Bild und der Imagination als Heilung dieser schmerzhaften Wunde. Nicht nur die Neuerfindung des Lichtes wird von den drei FotografInnen thematisiert, es ist das Bild aus der Erblindung heraus, das hier für die Sehenden sichtbar wird, um ihr eigenes Sehen darin zu spiegeln.

Frank Amann, Kamera und Regie - "Nie zuvor in der kurzen Geschichte der Fotografie sind so viele Bilder gemacht worden, wie seit der Erfindung des Smartphones. Kein Essen ist zu unspektakulär, als dass es nicht für die Ewigkeit (bzw. die sozialen Netzwerke) in ein Bild verwandelt werden müsste. Eine Inflation der Bilder. Wäre es möglich, dass es ausgerechnet Blinde sind, welche die Fotografie zurückführen zu ihrem Zentrum - die Idee als Bild, das Bild als Idee?"


Shot in the Dark, Dokumentarfilm, 79 Minuten
Kamera und Regie: Frank Amann
Schnitt: Bernd Euscher, Gesa Marten
Ton: Shinya Kitamura
Sounddesign: Sebastian Tesch, Shinya Kitamura
Mischung: Martin Steyer
Produktion: Kristina Konrad und Christian Frosch (Weltfilm Berlin)

Infos und Trailer: www.shotinthedark-film.com

Im Anschluss an den Film wird Frank Amann von seinen Erfahrungen an diesem spannenden, einzigartigen Projekt berichten und für Fragen und Antworten zur Verfügung stehen.


Die Ticketkosten in Höhe von 8,50€ für die Kinovorführung müssen leider selbst getragen werden.

Der Berliner Kinematografie Jour fixe des BVK findet statt

am Dienstag, 28. März, 19 Uhr im

Eiszeit-Kino
Zeughofstr. 20
Berlin (Kreuzberg)



Kommt zahlreich und lasst euch auf neue Seherfahrungen ein! Nur wer kommt, kann mitreden !

Interessierte und Gäste sind wie immer herzlich willkommen!